/home/strato/http/premium/rid/57/08/59255708/htdocs
15 Aug '18

Kreisbrandmeister empfiehlt Warn-App "NINA"

Großbrände wie jüngst in Lippstadt in einem Industriebetrieb und in einem Möbelhaus zeigen immer wieder: Bei größeren Schadensereignissen und Katastrophen möchten Bürger umgehend Antworten auf Fragen wie "Was ist passiert?" und "Wie kann ich meine Familie, mich und meinen Besitz vor Schaden bewahren?" Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA, ist deshalb ein wichtiger Baustein im Warn- und Informationskonzept der Kreisverwaltung.

Über die App erhalten Nutzer Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für den Kreis Soest und für gewünschte Städte und Gemeinden, wie zum Beispiel bei Unwetter, Großbränden oder Gefahrstoffausbreitung. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert.

Kreisbrandmeister Thomas Wienecke erklärt anhand eines Beispiels, warum er die Warn-App NINA empfiehlt: „Große Brandereignisse, wie zuletzt in Lippstadt, enthalten durch die Rauchgasentwicklung ein hohes Gefahrenpotential. Da ist dann zum Beispiel ein frühzeitiges Verschließen der Fenster wichtig. In so einen einem Fall weist NINA schnell auf die Gefahr hin und ich kann rechtzeitig reagieren, auch wenn ich gerade kein Radio höre.“ Die App gibt es für die Betriebssysteme Android und iOS. „Für uns ist das ein ganz wichtiger Baustein in unserem Warn- und Informationskonzept. Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn sich die App möglichst viele Menschen herunterladen und sich diese weiter herumspricht“, so Wienecke weiter.

Im Ernstfall erhalten Bürgerinnen und Bürger Informationen auch über das Radio und lokale Online-Medien, die Website und Social-Media-Kanäle Facebook sowie Twitter des Kreises und gegebenenfalls über Sirenen, Lautsprecherdurchsagen, ein Bürgertelefon und eine Personenauskunftsstelle. Auf der Infoseite www.kreis-soest.de/warnung finden sich weitere Informationen zum Thema Warnung und Information der Bevölkerung.

Technischer Ausgangspunkt für NINA ist das modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS). Dieses wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe für bundesweite Warnungen des Zivilschutzes betrieben. Seit 2013 können auch alle Lagezentren der Länder und viele bereits angeschlossenen Leitstellen von Städten und Kommunen das Warnsystem nutzen. In der Regel sind dies Feuerwehr- und Rettungsleitstellen wie etwa die Kreisleitstelle im Rettungszentrum des Kreises Soest, die Warnmeldungen für lokale Gefahrenlagen herausgeben.

Die Warnstufen in NINA werden nach Priorität in die Stufen 1 „Hoch“, 2 „Mittel“ und 3 „Niedrig“ eingeteilt. Die Warnstufe 1 „Hoch“ entspricht einer amtlichen Gefahrendurchsage: Die Medien sind verpflichtet, die Warnung sofort und unverändert zu senden. Im Fernsehen wird sofort ein Nachrichtenband eingeblendet, Radiosendungen werden sofort unterbrochen.

Die Warnstufe 2 „Mittel“ entspricht einer amtlichen Gefahrenmitteilung: Die Medien können den Text der Warnung redaktionell anpassen. Im Fernsehen wird unverzüglich ein Nachrichtenband eingeblendet, Radiosendungen werden an geeigneter Stelle unterbrochen.

Die Warnstufe 3 „Niedrig“ entspricht einer Gefahreninformation und kommt vorsorglich zum Einsatz: Die Medien können selbst entscheiden, ob sie berichten möchten.

Text und Foto: Pressestelle Kreis Soest

Kreisbrandmeister empfiehlt Warn-App