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14 Nov '19

Angebliche Überprüfung von Rauchmeldern Stadt warnt vor falschen Kontrolleuren im Stadtgebiet

Die Stadt Lippstadt warnt vor falschen „Kontrolleuren“, die aktuell im Lippstädter Stadtgebiet auffällig geworden sind. Sie geben sich als Feuerwehrleute aus, die kontrollieren wollen, ob ausreichend Brandmelder bzw. Rauchmelder installiert sind.

Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass es einen solchen Auftrag der Stadt, des Landes oder einer Feuerwehrbehörde nicht gibt. Dementsprechend raten Feuerwehr und Stadt, keine angeblichen Feuerwehrleute ins Haus zu lassen, sondern stattdessen die Polizei zu verständigen. Auch wenn Bürger Mitteilungen erhalten sollten, in denen eine solche Kontrolle angekündigt wird, sollten diese sich umgehend an die Polizei wenden. Erreichbar ist die Polizei Lippstadt unter der Rufnummer 02941/ 91000.

„Derartige vorgetäuschte Kontrollen führen leicht zu Verunsicherungen, da ja tatsächlich eine Rauchmelderpflicht besteht“, weiß Fritz Burghardt, Fachdienstleiter Bauordnung und Denkmalschutz. Verantwortlich für die Anschaffung und Montage sei der Eigentümer, die Kosten der Wartung und Batterien trägt in der Regel der Mieter, so Burghardt. Eine Kontrolle ist aber nicht vorgesehen.

Nichtsdestotrotz ist der Einbau von Brandmeldern bzw. Rauchmeldern sinnvoll. „Rauchmelder retten Leben“, betont David Westerfeld, stellvertretender Fachdienstleiter Brandschutz und Rettungsdienst. „Es passiert schon mal, dass ein Topf auf dem Herd vergessen wird oder - gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit - Kerzen unbeaufsichtigt gelassen werden. Durch das Anschlagen des Rauchmelders werden alle Personen in der Nähe gewarnt und diese können dann die Feuerwehr alarmieren“, erklärt Westerfeld.

Hintergrund:
Die Rauchmelderpflicht gilt für jedes Schlafzimmer, für jedes Kinderzimmer und für jeden Flur, der als Rettungsweg für Aufenthaltsräume dient. Sinnvoll ist es, in jedem Fall die Anbringung auch in anderen Räumen vorzunehmen, wie in Küchen und Technikräumen sowie den Wohnräumen. In Räumen, in denen Kochschwaden oder Staub häufiger vorkommen, empfiehlt sich der Einbau von Thermodifferentialmeldern. Neben Rauchmeldern, die akustisch durch lauten Ton alarmieren, gibt es für Hörgeschädigte auch Melder, welche optisch warnen. Die Hinzuziehung entsprechender Fachleute oder Fachfirmen ist ratsam.

Quelle: Pressestelle der Stadt Lippstadt