Die Feuerwehr Lippstadt wurde zu einem gemeldeten Wohnungsbrand in einer Dachgeschosswohnung eines Reihen- bzw. Doppelhauses alarmiert.
Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Beim Eintreffen bestätigte sich ein ausgedehnter Brand der Dachgeschosswohnung. Dichter Rauch drang aus den straßenseitigen Fenstern und den Giebelfenstern aus. Zudem trat Rauch entlang des Firstes zwischen der Ziegeleindeckung in Richtung des angrenzenden Reihenhauses aus. Offene Flammen schlugen aus den Giebelfenstern.
Nach der weiteren Erkundung wurde die Brandbekämpfung umgehend durch einen Trupp unter Atemschutz eingeleitet. Im weiteren Einsatzverlauf waren weitere fünf Atemschutztrupps im Innenangriff eingesetzt. Schwerpunkte waren die Brandbekämpfung, das Öffnen von Decken- und Wandverkleidungen, die Kontrolle mittels Wärmebildkamera, das Ablöschen von Glutnestern sowie die Kontrolle der darunterliegenden Wohneinheiten.
Parallel zum Innenangriff erfolgte die Brandbekämpfung über die Drehleiter mit einem gezielten C-Rohreinsatz unter Atemschutz. Die Dacheindeckung wurde teilweise eröffnet (Rauch-Wärme-Abzug), die Gebäudeabschlusswand kontrolliert sowie ein Riegel zum angrenzenden Reihenhaus sichergestellt. Die Drehleiter stand gleichzeitig zur Sicherstellung eines zweiten Rettungsweges für die im Dachgeschoss eingesetzten Trupps in Anleiterbereitschaft. Im weiteren Verlauf wurden gezielt Glutnester freigelegt und abgelöscht. Dazu wurde ein weiterer Trupp unter Atemschutz eingesetzt.
Das angrenzende Reihenhaus wurde aufgrund einer Rauchausbreitung im Dachgeschoss durch einen Atemschutztrupp kontrolliert. Hierzu wurden Deckenbereiche geöffnet und mittels Wärmebildkamera überprüft. Ein Brandereignis oder Glutnester konnten nicht festgestellt werden. Abschließend erfolgte eine maschinelle Belüftung der betroffenen Bereiche. Ein weiteres Nachbargebäude wurde ebenfalls auf Schadensmerkmale kontrolliert. Die Bewohner wurden angewiesen, ihre Wohnungen nicht zu verlassen sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Die vier zum Schadenszeitpunkt im Gebäude befindlichen Personen wurden dem Rettungsdienst zur medizinischen Sichtung übergeben und anschließend in umliegende Krankenhäuser transportiert.
Während des Einsatzes konnten zwei Sittiche in einem Vogelkäfig aus dem Treppenraum gerettet und anschließend an Bekannte der Eigentümer übergeben werden.
Während der Einsatzmaßnahmen war die Rixbecker Straße vollständig gesperrt. Über den Kreis Soest (Leitstelle) wurde die Bevölkerung via Warn-App aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Belüftungsanlagen auszuschalten.
Das Gebäude wurde durch die Stadtwerke stromlos geschaltet und die Gasversorgung abgesperrt. Nach Abschluss der Löschmaßnahmen wurde die Einsatzstelle an die Kriminalwache Soest zur Brandursachenermittlung übergeben. Eine Brandnachschau durch die Feuerwehr war für den Abend vorgesehen.