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22 Jan '18

Dankeschön für Sturmeinsatz

"Ein ganz besonderes Dankeschön" an die Einsatzkräfte beim Sturmtief Friederike stand am Anfang des Neujahrsempfangs für die Leiter der 14 Feuerwehren im Kreis Soest sowie der Hella-Werkfeuerwehr am Sonntag, 21. Januar 2018. Kreisdirektor Dirk Lönnecke stellte heraus, dass eine hervorragende Arbeit geleistet worden sei. Gleichzeitig lobte er die gute Zusammenarbeit zwischen der Kreisverwaltung und den Verantwortlichen der Wehren, an ihrer Spitze Kreisbrandmeister Thomas Wienecke.

Der Kreisdirektor erinnerte im Tagungszentrum Hof Haule in Bad Sassendorf auch an nicht alltägliche Einsätze des Jahres 2017. Zum Beispiel an den Unfall auf der Autobahn 44 im Bereich Erwitte/Anröchte im April, bei dem drei LKW kollidierten und der hintere in Brand geriet. Erfreut zeigte sich Lönnecke über die aktuelle Mitgliederzahl der Feuerwehren. Im Kreis Soest seien rund 3.700 Brandschützer beruflich oder ehrenamtlich tätig. Auch die Jugendfeuerwehren seien mit ihren 587 Mitgliedern sehr gut aufgestellt. Dennoch hätten sich die Feuerwehren im Kreis Soest der Landeskampagne "Freiwillige Feuerwehr. Für mich. Für alle" angeschlossen und kreisweit Werbung für die Feuerwehr gemacht. Für das Jahr 2018 sei eine Plakat-Aktion in den Regionalbussen zu dem Thema geplant. Technisch werde sich im laufenden Jahr auch einiges tun, kündigte der Kreisdirektor an. Ein Abrollbehälter Strom werde Mitte des Jahres geliefert, ein weiterer Abrollbehälter für schwere technische Hilfe, zum Beispiel bei Bahnunfällen, sei beim Kreis in der Planung.

Auch Kreisbrandmeister Thomas Wienecke ging auf das Orkantief "Friederike" ein. Kreisweit hätten die Feuerwehren 933 sturmbedingte Einsätze bewältigen müssen, teilweise unter Lebensgefahr. "Dennoch hat es sich einmal mehr erwiesen, dass wir im Kreis Soest gut aufgestellt sind", betonte Wienecke. Auch in der Aus- und Fortbildung, stellte der Kreisbrandmeister fest und verwies auf die Ausbildungsgemeinschaft "SCHU" mit der Stadt Hamm und den Kreisen Unna und Coesfeld.

Der Bad Sassendorfer Bürgermeister Malte Dahlhoff stellte die Wichtigkeit von Investitionen im Bereich Feuerwehr heraus. Er fand lobende Worte für die überregionale Zusammenarbeit in verschieden Arbeitskreisen oder bei gemeinsamen Beschaffungen. Die besten Wünsche der Bezirksregierung für 2018 überbrachte Bezirksbrandmeister Uwe Wiedenbeck. Mit großer Sorge verfolgt er allerdings die zunehmend Gewaltbereitschaft gegen Einsatzkräfte. "Wir werden beschimpft, bedroht und verprügelt", empörte sich Wiedenbeck.

Text und Foto: Dirk Behrens (Presseteam Feuerwehren Kreis Soest)

Dankeschön für Sturmeinsatz