02 Sep '10

Löschzug in der Kernstadt sucht Verstärkung

Zehn bis zwanzig Aktive mehr, täten der Feuerwehr schon gut. Damit dieses wahr wird, starten die Wehrmänner des Löschzug 1 ab sofort eine offensive Werbeaktion.

Bei allen jetzt kommenden Großveranstaltungen werden die Wehrfrauen und Männer in der Öffentlichkeit präsent sein und ihre Aufgabe vorstellen. In vielen Lippstädter Geschäften sind sie schon jetzt zu sehen, die rot-weißen Plakate und Flyer mit der die Brandschützer Frauen und Männer zwischen 18 und 30 Jahren für die Feuerwehr interessieren möchten.

Damit kein Missverständnis aufkommt, die Feuerwehr in Lippstadt ist sowohl personell wie auch leistungsmäßig stark aufgestellt, aber der Zahn der Zeit in Form des demografischen Wandels wird irgendwann auch die Feuerwehr treffen und hierfür möchte der Zug 1 bereits heute Vorsorge treffen.

Dessen Einsatzgebiet ist die Kernstadt Lippstadt und genau aus diesem Bereich sollen auch die Bewerber kommen. „Wir suchen Frauen und Männer die bereit sind sich für ihre Mitmenschen einzusetzen. Unsere Interessenten sollten zwischen 18-30 Jahre alt sein und ihren Wohnsitz sowie Arbeitsplatz in Lippstadt haben. Erwartet wird eine körperliche und gesundheitliche Fitness, Belastbarkeit, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein“, bringt der stv. Löschzugführer Roland Kempkensteffen die Anforderungen für die Bewerber auf den Punkt.

Dabei lohnt es sich durchaus Mitglied in der Feuerwehr zu sein, denn dort erhält man etwas was mit Geld nicht zu bezahlen ist, die Kameradschaft dort, sie ist durch nichts zu ersetzen. Und so mancher fand in der Feuerwehr auch einen beruflichen Neuanfang. Bei der Feuerwehr spielt die gesellschaftliche Position keine Rolle, wie auch das Geschlecht und der Beruf egal sind. Natürlich müssen die Anwärter erst einen Grundlehrgang mitmachen.

Die angehenden Feuerwehrleute werden von erfahrenen Einsatzkräften mit den Grundtätigkeiten vertraut gemacht, dazu zählen der Rettungsdienst, der Brandschutz und die technische Hilfeleistung. Auch die theoretischen Grundlagen gehören dazu. In der technischen Hilfeleistung geht es um die Rettung eingeklemmter Personen nach Verkehrsunfällen und Arbeitsunfällen. Aber auch die Bedienung und Wartung von Kettensägen und Trennschleifern und der Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern fällt mit in diesen Bereich.

Im Anschluss erfolgt eine interessante vielseitige und sinnvolle Aufgabe in einem erfahrenen Team. Dabei ist der Einsatz gegen das Feuer und der ruhige besonnene Einsatz mit spezialisierter Technik um Menschenleben zur retten und Sachwerte zu schützen nur ein kleiner Aspekt der Feuerwehrarbeit wie Frank Jungeilges erzählt. Die Feuerwehr ist eine starke Gemeinschaft, sie lebt durch den Zusammenhalt in den Gruppen und Zügen und sie arbeitet ehrenamtlich. Das soll heißen, kein freiwilliger Feuerwehrmann wird für seinen Einsatz oder seine Dienststunden entlohnt.

Die Belohnung ist der Erfolg, ein Feuer gelöscht oder ein Menschenleben gerettet zu haben. Der Antrieb sind die Freundschaften die in den Gruppen entstehen, die gemeinsamen Feste, die Gewissheit die Sicherheit der eigenen Nachbarn rund um die Uhr zu gewährleisten und natürlich das Gefühl am Steuer eines 16 Tonners zu sitzen, wie Björn Parl verschmitzt erzählt.

Wer mehr über ein nicht ganz so alltägliches Hobby wissen will, der kann jeden Mittwoch ab 19.45 Uhr sich bei den Aktiven des Zug 1 informieren. Bewerbungen sind auch unter der e-Mail Adresse LZ1atFeuerwehr-Lippstadt.de möglich. Weitere Informationen über Ausstattung, Aufgaben und Technik in der Wehr bietet die neu gestaltete Homepage www.feuerwehr-lippstadt.de

Foto und Text: Dieter Dreier (Feuerwehr Lippstadt)