Artikeldetails

18.06.2012
Stets mit besonderer Herausforderung
Mit vielen Ehrengästen, Gratulanten, Vereinsvertretern und benachbarten Löschgruppen sowie interessierten Bürgern hat die Feuerwehr Eickelborn am Samstag im neuen Feuerwehrstützpunkt West ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert.

In der ökumenischen Messfeier, zelebriert von Pastorin Claudia Hempert-Hartmann und Pastor Christian Laws, ging Laws auf die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements der Kameraden ein. „Es ist eine unersetzbare Hilfe, die Sie als Feuerwehrkameraden leisten“, waren seine lobenden Worte. Man habe zudem viel gelernt in hundert Jahren, außerdem habe die Technik große Fortschritte gemacht, und auch die Kameradschaft und Gemeinschaft habe sich weiterentwickelt. „Für ihren Einsatz im Ort und darüber hinaus sei Ihnen ganz herzlich gedankt“, so Laws.

In einem kurzen Streifzug durch die hundertjährige Geschichte der Eickelborner Löschgruppe machte Löschgruppenführer Hubert Niehaus deutlich, dass in dieser Zeit viel passiert sei. „Es gab zwei Weltkriege, eine Wirtschaftskrise, eine Ölkrise, die Wiedervereinigung, eine Gemeinde-Neuordnung, eine Finanzkrise, eine Eurokrise und vieles mehr.“ Einiges habe diesen Ereignissen nicht standhalten können, aber die Löschgruppe Eickelborn habe sie überdauert.

Hubert Niehaus führte weiter aus, dass anfänglich im Jahre 1911 insgesamt 29 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr angehörten. Heute sei es die gleiche Anzahl an Mitgliedern. „Was einst unsere Gründer geschaffen haben, wurde über die vielen Jahrzehnte herauf bewahrt und ständig verbessert, wo sich tatkräftige Idealisten um die Sicherheit ihrer Mitbürger annahmen und zu jeder Zeit bereit waren, Leben zu retten und Hab und Gut zu sichern“ - diese Grundsätze, so Niehaus, „leiten uns heute noch wie damals, um den ehrenamtlichen Dienst für die Bürger in unseren Gemeinden und darüber hinaus zu erfüllen.“

Bürgermeister Christof Sommer zollte den Eickelborner Kameraden ein großes Lob: „Sie sind ein wichtiger Teil in unserer Stadt.“ Alle Kräfte seien hochmotiviert, engagiert und wüssten, was zu tun ist. Sommer ließ nicht unerwähnt, dass sich die Eickelborner Truppe stets einer ganz besonderen Herausforderung stelle, denn mit den LWL-Kliniken in Eickelborn und Benninghausen sei eine zusätzliche Aufgabe zu bewältigen. „In den 100 Jahren haben die Feuerwehrkameraden insgesamt 876 000 Stunden freiwilligen Dienst in der Feuerwehr geleistet“, so Sommer.

Kreisbrandmeister Thomas Wieneke überbrachte im Namen der 3425 Mitglieder des Kreises Soest die herzlichsten Glückwünsche und fügte hinzu: „Meine Hochachtung gebührt allen Feuerwehrkameraden und auch den Gründergenerationen, eingeschlossen sind die Angehörigen, die stets oft auf die Männer warten mussten.“

Der neue Wehrführer der Stadt Lippstadt, Bernd Peterburs, der stellv. Zugführer des Zuges 6, Peter Megger, Eickelborns Ortsvorsteher Antonius Schütte sowie weitere Vertreter von Vereinen und Gemeinschaften und der benachbarten Löschgruppen schlossen sich den Glückwünschen an und überbrachten Präsente. Auch der Nachwuchs aus dem Eickelborner Kindergarten St. Josef hatte sich mit einem Schlauch und zahlreichen Tropfen, die von den Kindern bemalt wurden, etwas Besonderes ausgedacht und gehörte zum Gratulantenkreis. Heinz Berthold, von 1984 bis 1987 Eickelborner Löschgruppenführer und Brandinspektor i.R., konnte Hubert Niehaus zudem die Original-Gründungsprotokolle der Eickelborner Löschgruppe aus dem Jahre 1911 überreichen.

Quelle: Der Patriot - Lippstädter Zeitung